Moderation: Gesa Ufer
Sonntag · 14:00 – 15:00 Uhr · Großes Zelt
Kinderwunsch, Trennung, Neuanfang: Zwei Romane erzählen von Frauen an Wendepunkten – und davon, wie festgefügte Lebensentwürfe ins Wanken geraten. In Dita Zipfels Roman »Es ist hell und draußen dreht sich die Welt« (Insel) steht Linn kurz davor, sich ihren größten Wunsch nach einem Kind zu erfüllen – und zweifelt zugleich, ob sie dem Bild von Mutterschaft gerecht werden kann. In der Begegnung mit Eva beginnt sie, vertraute Rollenbilder leise zu hinterfragen.
Auch Susanne Schirdewahns Protagonistin Kira muss sich in »Karacho« (Voland & Quist) von vermeintlich festen Lebensvorstellungen lösen und nach zwanzig Jahren Ehe neu anfangen. Zwischen Alltag, neuen Beziehungen und Selbstzweifeln entdeckt sie eine ungeahnte Freiheit. Beide Autorinnen erzählen in ihren Büchern von weiblicher Selbstbestimmung, von Körpern und Erwartungen – und von dem Mut, das eigene Leben neu zu entwerfen.




Dita Zipfel, 1981 in Kiel geboren, schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Essays und Literatur. 2020 wurde sie für ihren Jugendroman Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Sie schreibt Geschichten, die ein bisschen wie Filme sind, vielleicht, weil sie sich das Erzählen im Kino ihres Opas beigebracht hat.
Susanne Schirdewahn studierte Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Seitdem ist sie als bildende Künstlerin, Autorin und Kuratorin tätig. Als Kolumnistin schreibt sie für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften (u. a. »Berliner Zeitung«, »Das Magazin«) und entwickelt ungewöhnliche Formate wie: »Darf ich Sie zeichnen?«, wo sie Prominente malt und dabei interviewt. Sie ist Lesegast bei diversen Lesebühnen, v.a. aber festes Mitglied der Lesebühne »Des Esels Ohr« (kurz: DEO), zusammen mit Kirsten Fuchs u.a.
