Moderation: Andrea Schmidt
Sonntag · 15:00 – 16:00 Uhr · Kleines Zelt
Drei Lyriker*innen erkunden die Räume des Utopischen – zwischen Kosmos, Körper und Gegenwart. Alexander Schnickmann richtet in »Gestirne« (Matthes & Seitz) den Blick ins All und findet im Fernsten das Vertraute: Himmelskartografie trifft auf eine zarte Liebesgeschichte. In Anna Julian Mendliks »Dante im Darkroom« (Verlagshaus Berlin) wird der Körper zum Ort von Erkenntnis und Möglichkeit – Begehren erscheint als utopische Kraft. Julia Trompeter (»Utopische Dichtung der Gegenwart«, Anthologie, Gans Verlag) setzt dort an, wo Lyrik seit jeher beginnt: beim Entwurf des Möglichen und des Noch-Nicht. Was kann Poesie heute entwerfen in einer sich beständig transformierenden Gegenwart? Gedichte und Gespräch über die Kraft der Sprache, Wirklichkeit neu zu denken und im Dazwischen neue Perspektiven zu öffnen.




Julia Trompeter studierte Philosophie und Germanistik in Köln. Nach ihrer Promotion lehrte sie Philosophie in Deutschland und den Niederlanden. Seit der Geburt ihres Kindes lebt sie in Berlin und arbeitet an einer Schule in Berlin. Sie schreibt Lyrik und Romane und arbeitet frei für die FAZ und den WDR. Für ihr Werk wurde sie u. a. mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln und dem Förderpreis des Landes NRW ausgezeichnet. Ihr erster Gedichtband „Zum Begreifen nah“ erhielt den Poesie-Debüt-Preis der Stadt Düsseldorf.
Utopische Dichtung der Gegenwart
Alexander Schnickmann lebt als Schriftsteller in Berlin. 2023 wurde er mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet. Essays, Prosa und Gedichte erschienen in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien. Sein Debüt requiem erschien 2024 bei Matthes & Seitz Berlin. Zuletzt erschien der Gedichtband Gestirne, ebenfalls bei Matthes & Seitz Berlin.
Alexander Schnickmann: Gestirne
Anna Julian Mendlik, Autorin, veröffentlichte zuletzt die Lyrikbände „Dante im Darkroom“ (2026) und „Pandoras Playbox“ (2022) im Verlagshaus Berlin. Sie beteiligte sich an vielen künstlerischen Kooperationen zum Austausch von Lyrik und visueller Kunst, Musik oder Gebärdensprachpoesie. Ihre Arbeit wurde unter anderem mit dem Basler Lyrikpreis ausgezeichnet. Sie war Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin in Olevano Romano und Stadtschreiberin in Tübingen. Zuletzt co-kuratierte sie das Festival „Coming Out, Inviting“ In im Literarischen Colloquium Berlin.
Anna Julian Mendlik: Dante im Darkroom
Andrea Schmidt lebt in Berlin und arbeitet als Verlegerin, Typografin und Lehrende. Seit 2005 führt sie als Mitverlegerin das Verlagshaus Berlin – ein Independentverlag für Gegenwartslyrik und Illustration. 2010 gründete sie Typografie·im·Kontext, ein Atelier für Grafikdesign & Typografie mit Fokus auf Editorial und Corporate Design. Seit 2021 gehört sie zum Kurator*innen-Team von »Schreiben gegen die Norm(en)?«



