Lesung & Konzert: Tobias Bamborschke & Max Bauer (Isolation Berlin) 

Samstag · 17:00 – 18:30 Uhr · Großes Zelt

Die Protagonisten in Tobias Bamborschkes Gedichten weinen so laut, dass die Vögel aus den Zweigen fallen. Weinen sie nicht, verkneifen sie sich die Tränen. Trost finden sie im Schlaf oder in den Tabletten. In der Erinnerung. Und den Gedichten. 
Bamborschke schreibt Miniaturen der Traurigkeit, kurze Stücke in klarer Sprache und freier Form. Ohnmacht, Depression, Sehnsucht bestimmen seine Lyrik. Der Sprecher sucht nach Wärme und Sinn und findet doch nur Schweigen und Alltag. Bamborschkes Tonfall ist mal verzweifelt, mal sarkastisch, mal zärtlich, mal der beiläufige Tonfall eines Menschen, der mit dem Schmerz so vertraut ist, dass er ihn grüßt wie einen alten Freund. Und nicht selten ist er auch witzig. Tobias Bamborschke liest aus seinem Gedichtband »Aus der Ferne wirkt die Hölle wie ein Abenteuer« (Verbrecher) und performt gemeinsam mit Max Bauer Songs ihrer Band Isolation Berlin.

Tobias Bamborschke ist 1988 in Köln geboren und in Berlin aufgewachsen. Er ist Sänger und Texter der Band Isolation Berlin. Mit Isolation Berlin hat er bisher zwei EPs und vier Alben veröffentlicht. »Aus der Ferne wirkt die Hölle wie ein Abenteuer« ist sein dritter Gedichtband, zuvor sind erschienen: »Mir platzt der Kotzkragen« (2017) und »Schmetterling im Winter« (2021). 

Maximilian Bauer, geboren 1991 in Göttingen, gründete 2012 mit Tobias Bamborschke die Band Isolation Berlin. Er spielt Gitarre und Piano und ist für einen großen Teil der Arrangements verantwortlich. Bis heute hat er mit Isolation Berlin zwei EPs, vier Alben und mehrere Singles veröffentlicht und arbeitet zusätzlich an Musik für Kinofilme wie »Sophia der Tod und ich« und »Auerhaus«. 

Tobias Bamborschke: Aus der Ferne wirkt die Hölle wie ein Abenteuer

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