Helga Schubert »Luft zum Leben – Geschichten vom Übergang« (dtv)

Moderation: Cornelia Geißler 
Sonntag · 17:00 – 18:00 Uhr · Großes Zelt

Im Januar dieses Jahres wurde Helga Schubert 85 Jahre alt – und blickt mit ihrem aktuellen Buch »Luft zum Leben« auf ein Leben und Schreiben zurück, das sich über Jahrzehnte erstreckt und doch stets dem Alltag, den leisen Momenten und den großen Fragen des Lebens verpflichtet bleibt. 38 Texte, entstanden zwischen 1960 und 2025, erzählen von Sehnsucht und Fernweh, von Diktatur und innerer Freiheit, von Abschied und Neubeginn. Es sind Geschichten, die von individuellen Erfahrungen ausgehen – und doch immer das Gemeinsame berühren. Helga Schubert, die in der DDR früh in den Fokus der Staatssicherheit geriet und 2020 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis späte öffentliche Anerkennung fand, schreibt mit lakonischer Präzision und großer Empathie über das, was Menschen verbindet. Ihre Texte zeigen: Auch in den Brüchen des Lebens liegt die Möglichkeit von Nähe, Verständnis und Zuversicht. Lesung und Gespräch über das Erinnern und Erzählen, über das, was uns trennt – und das, was uns zusammenhält.

Helga Schubert, geboren 1940 in Berlin, war Psychotherapeutin und Schriftstellerin in der DDR. Sie zog sich aus der literarischen Öffentlichkeit zurück, bis sie 2020 mit der Geschichte ›Vom Aufstehen‹ den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann. Der gleichnamige Erzählband erschien 2021 bei dtv und war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2023 erschien ›Der heutige Tag. Ein Stundenbuch der Liebe‹, 2024 wurde Helga Schubert mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Landeskulturpreis MV ausgezeichnet.

Helga Schubert: Luft zum Leben

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