Podiumsdiskussion: Der unabhängige Buchhandel – Garant für Vielfalt, Demokratie und Lesequalität  

Moderation: Klaus Lederer 
Sonntag · 13:00 – 14:00 Uhr · Kleines Zelt 

Monika Grütters (Kulturstaatsministerin a.D.), Sebastian Guggolz (Vorsteher Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Verleger des Guggolz Verlags), Stefanie Hirsbrunner (Buchhändlerin und Verlegerin InterKontinental, Mitbegründerin IG Indie-Buchläden Berlin) und Dirk Knipphals (Ressortleiter taz-Kulturredaktion) diskutieren mit Klaus Lederer (Mitglied des Abgeordnetenhauses, Bürgermeister und Senator a.D.) über »Bibliodiversität« als stolze Selbstdefinition für unabhängige Buchhandlungen und
Verlage und die Herausforderungen fürs Büchermachen und Bücher(ver)kaufen im Spannungsfeld aktueller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umbrüche.

Prof. Monika Grütters – Staatsministerin für Kultur und Medien a.D. in Münster geboren, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Münster und Bonn. Ihre beruflichen Erfahrungen sammelte sie an der Oper, im Verlagswesen und im Museumsbereich, bevor sie in großen Unternehmen für Kunst- und Kulturprogramme verantwortlich war.  Von 1998 bis 2013 war sie Vorstand der Stiftung „Brandenburger Tor“. Seit 1999 ist sie Honorarprofessorin für Kulturmanagement an der Freien Universität Berlin. Von 2016 bis 2022 gehörte Monika Grütters dem Präsidium der CDU Deutschlands an. Von 1995 bis 2005 war Monika Grütters Mitglied im Abgeordnetenhaus von Berlin und dort wissenschafts- und kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. Sie war von 2005 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages, von 2009 bis 2013 als Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien. Von 2013 bis 2021 war sie Staatsministerin und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.  

Sebastian Guggolz, geboren 1982 am Bodensee, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Volkskunde in Hamburg. Nach einigen Jahren als Lektor bei Matthes & Seitz Berlin gründete er 2014 den vielfach ausgezeichneten Guggolz Verlag, in dem er Neu- und Wiederentdeckungen vergessener Klassiker aus Nord- und Osteuropa in neuer Übersetzung herausgibt. Seit 2022 ist er zudem im Lektorat des S. Fischer Verlags für die Klassiker zuständig und ist neben anderen Jurytätigkeiten Sprecher des Kuratoriums des Deutschen Literaturfonds. 2025 wurde er zum Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels gewählt. 

Stefanie Hirsbrunner ist Dipl. Politikwissenschaftlerin, Buchhändlerin und Verlegerin. Die gelernte Hotelfachfrau und ausgebildete Mediatorin ist Autorin mehrerer Sachbücher. Zuletzt erschien die von ihr herausgegebene Anthologie „Could This Be Love? Kann das denn Liebe sein?“, ein zweisprachiger Essayband zum Thema interracial Beziehungen. Seit 2018 ist sie Direktorin des African Book Festivals Berlin. Mit Karla Kutzner und Venice Trommer betreibt sie die 2025 bereits zum dritten Mal mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnete Buchhandlung InterKontinental, den gleichnamigen Verlag, ausgezeichnet mit dem Berliner Verlagspreis 2023 und die BuchBar „One More Chapter“. Seit 2023 leitet sie den Buchclub „Sober Circle“, der sich als erster deutscher Buchclub mit den Themen Alkohol und Suchterkrankung in der Literatur beschäftigt. Sie moderiert die interkosmos BuchBar in Berlin Lichtenberg, in der einmal im Monat Autor*innen aus Berlin und Umgebung zu Gast sind und ist seit zwei Jahren in den Lichtenberger Kulturbeirat berufen. Sie ist Mitbegründerin der IG Indie-Buchläden Berlin.  

Dirk Knipphals wurde 1963 in Kiel geboren und studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Kiel und Hamburg. Seit 1991 arbeitet er als Journalist. 1999 zog er nach Berlin und wurde Literaturredakteur der taz. Seit 2014 leitet er die taz-Kulturredaktion. Er schreibt vorwiegend Literaturkritiken und kulturpolitische Essays.  

Dr. Klaus Lederer, Autor und Moderator, ist Jurist und Mitglied der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin. Von 2016 bis 2023 Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur und Europa. Buchveröffentlichungen u.a. „Mit links die Welt retten“ (Kanon 2024) und „Queerpolitik im Handgemenge“ (Querverlag 2026). 

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