»36 Boys – Wie eine Kreuzberger Gang zur Legende wurde« (Blumenbar Verlag)

Moderation: Özge Inan 
Samstag · 16:00 – 17:00 Uhr · Großes Zelt 

Kreuzberg, in den späten 1980ern: Hier, zwischen Mauer und Abrisshäusern, gründen Kreuzberger Jungs die »36 Boys«, viele von ihnen »Gastarbeiter«-Kinder. Ihre Geschichte handelt von Armut und Ausgrenzung, aber auch von Freundschaft und Zusammenhalt.  
Paul Christoph Gäbler erzählt in seinem Buch die Geschichte der legendären Jugendgang, basierend auf Gesprächen mit ehemaligen Mitgliedern, aus der unter anderem Kickbox-Weltmeister Muzaffer »Muci« Tosun, Rapper Killa Hakan und Sternekoch Tim Raue hervorgingen. Was braucht es, um vom Rand der Gesellschaft in ihre Mitte zu gelangen? Mit Neco Çelik, ehemaliges »36er«-Mitglied und heute als Film- und Theaterregisseur tätig, spricht er über Aufnahmerituale, Respekt und die Gang als essenzielle Gemeinschaft.

Paul Christoph Gäbler, geboren 1993 in Berlin, ist freier Journalist mit Fokus auf Reportagen, Porträts und politische Analysen. Seine Texte erscheinen unter anderem in der ZEIT, dem Spiegel, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und dem Tagesspiegel. Zuvor veröffentlichte er Bücher über Die Ärzte und die Red Hot Chili Peppers. Gäbler lebt in Berlin.

Neco Celik, geboren 1972 in Berlin-Kreuzberg, ist Regisseur und Autor für Film, Theater und Oper. Bekannt wurde er u.a. mit „Urban Guerillas“ (Berlinale 2004). Seit 2006 inszeniert er an renommierten Bühnen wie dem HAU Berlin, den Münchner Kammerspielen und der Berliner Staatsoper; seine Opernregie „Gegen die Wand“ wurde 2011 mit dem Deutschen Theaterpreis „Faust“ ausgezeichnet. Aktuell arbeitet er an der Serie zu „36 Boys“, die bei Beta Filmproduktion in Entwicklung ist. 

Paul Christoph Gäbler: 36 Boys

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