Moderation: Jörg Sundermeier
Samstag · 15:00 – 16:00 Uhr · Großes Zelt
Wann wurde aus Vertrautem ein anderes Land? Die Autorinnen Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault waren als »Überlandschreiberinnen« in Ostdeutschland unterwegs, und haben gesellschaftliche Brüche erforscht. Alexander Leistner ergänzte langfristige mentale Entwicklungslinien. Entstanden sind Reportagen über die Normalisierung rechtsextremer Narrative, bedrohte Kulturorte und brüchige Landschaften – und über die Menschen, die dort leben. Die Autor*innen berichten von ihren Beobachtungen und diskutieren über das gesellschaftliche Klima und die Frage, wie sich Haltung bewahren lässt.




Manja Präkels (*1974 in Zehdenick/Mark) lebt als Autorin und Musikerin in Berlin und Rheinsberg. Ihr Nachwende-Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Verbrecher Verlag 2017) wurde u.a. mit dem Anna-Seghers-Preis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte sie die Essay-Sammlung „Welt im Widerhall oder war das eine Plastiktüte“ (Verbrecher Verlag, 2021).
Tina Pruschmann (*1975 in Schmalkalden) lebt als Autorin in Leipzig. Zuletzt erschien ihr mit dem Förderpreis zum Lessing-Preis des Freistaates Sachsen ausgezeichnete Roman „Bittere Wasser“ (Rowohlt Verlag, 2022), der die Komplexität ostdeutscher Biografien thematisiert.
Alexander Leistner (*1979 in Werdau) verantwortet an der Universität Leipzig zwei Teilprojekte des BMBF-Forschungsverbundes „Das umstrittene Erbe von 1989“. Für seine Dissertation über die unabhängige Friedensbewegung in der DDR erhielt er 2016 den Max Weber Preis für Nachwuchsforschung und für sein Engagement für die gesellschaftliche Verantwortung von Wissenschaft den Transferpreis 2025 der Universität Leipzig.
